Technische Daten:
- Gehäuse Typ: Midi-Tower
- Motherboard: ATX, Micro-ATX
- Laufwerkeinschübe 5.25" extern:5
- Laufwerkeinschübe 3.5"extern: 1
- Laufwerkeinschübe 3.5" intern: 5
- Audio port: HD
- Gehäusematerial: Stahl
- Gehäuse (bxhxt):210 x 478 x 510
- Gehäusefarbe: Weiß
- Gewicht: 9,28 kg
- Front Panel:
2 x USB 2.0
1 x Sound; 1 x Mic
1 x eSATA
Zurück zum Ursprung! Nachdem sich Xigmatek mit dem Midgard überaus erfolgreich am Gehäusemarkt etabliert und die eigene Case-Kollektion mit Asgard und Utgard bereits ausgebaut hat, kehrt der einst nur für seine Kühler gefeierte Hersteller zum Ursprung der Serie zurück und legt den Midgard in einer weißen Sonderedition neu auf. Damit schließt sich der Kreis.
Während Schwarz die addierte Mischung aller Farben darstellt, repräsentiert Weiß die Summe aller Farben in einer subtraktiven Farbmischung. Somit vereinen beide alle anderen in sich und sind dennoch die entgegengesetzten Pole einer Skala. Zwei ungleiche Brüder, die im Kern doch den jeweils anderen in sich tragen.
Mit weißem Gewand wirkt der Midgard sehr edel, zumal sich die Farbgebung nicht auf die Außenhaut beschränkt, sondern im gesamten Innenraum fortsetzt. Als Kontrast dazu sind die Einbauelemente und die Lüfter Schwarz statt Orange wie beim düsteren Kollegen. Apropos: Die beiden verbauten Ventilatoren entstammen der Blackline Serie von Xigmatek, wobei die schwarz-transparenten Gehäuse von weißen LEDs in Szene gesetzt werden.
Funktionell weisen beide Midgard Versionen keinerlei Unterschiede auf, so dass auch der White Knight in den Genuss eines durchdachten Einbausystems, einer leistungsfähigen Kühlung mit vielfältigen Erweiterungsoptionen und einer Lüftersteuerung kommt.
Besonders beeindrucken die extremen Belüftungsmöglichkeiten, da insgesamt sieben große Lüfter verbaut werden können. Von diesen sind bereits zwei 120-mm-Lüfter im Lieferumfang enthalten, die mit einer stufenlosen Lüftersteuerung reguliert werden können, um auf diese Weise Fördervolumen und Lautstärke den persönlichen Anforderungen anzupassen.
Das Design ist einmal mehr eine Mischung aus praktischen und stylischen Gestaltungselementen. So wird die klassisch-elegante Form von diversen Mesh-Flächen unterbrochen, die einen guten Belüftungszugang gewähren. Die Front ist komplett abnehmbar und wirkt sehr aufgeräumt. Im oberen Teil wurden fünf 5,25-Zoll-Laufwerksblenden aus Mesh untergebracht, von denen eine auch für 3,5 Zoll genutzt werden kann. Mittig wurde das I/O-Panel verbaut, welches sogar einen eSATA-Anschluss bietet.
Zwei erhöhte Leisten grenzen den Mittelteil von den Rändern ab, wobei sich diese Konstruktion auf der Oberseite des Gehäuses fortsetzt. Im vorderen Bereich des Deckels, der wiederum von großen Meshflächen gekennzeichnet ist, sitzen die gut zugänglichen Bedienelemente. Im linken Seitenteil wurden zwei sehr große Öffnungen eingelassen, die jeweils mit 120 oder 140-mm-Lüftern bestückt werden können.
Der Blick ins Innere des Midgard verstärkt den Eindruck, dass hier jedes Detail durchdacht wurde und ein Leistungsumfang geboten wird, der in dieser Preisklasse seinesgleichen sucht. Auffällig ist zunächst die vollständig weiße Lackierung. Neben der Optik liegt der wirkliche Konstruktionsschwerpunkt des Midgard vorrangig bei den praktischen Funktionen. So sind die 5,25 Zoll Aufnahmen mit Schnellverschlüssen versehen, was eine schnelle Installation ermöglicht. Ebenso zügig können die fünf 3,5 Zoll Laufwerke sowie die PCI-Steckkarten befestigt werden.
Der 3,5 Zoll HDD-/SSD-Schacht wurde zur Seite gedreht und bietet somit einen leichten Zugang. Zudem werden die Laufwerke auf einzeln herausnehmbaren Trägern befestigt, die zugleich vibrationsentkoppelt wurden und somit nur minimale Schwingungen an das Gehäuse weitergeben - ein Segen für Silent-Fans. Zugleich sind die HDDs genau hinter dem Frontlüfter positioniert, wodurch sie stetig mit kühlender Luft versorgt werden.
Der Blick zur Innenseite des Deckels sowie zum Boden zeigt einmal mehr - hier wurde jeder sinnvolle Platz genutzt, um einen Einbauslot für Lüfter zu integrieren. Gleich zwei 120 oder 140mm Modelle können hier zusätzlich eingebaut werden. Der Vergleich mit einem Windkanal liegt daher nahe, so dass keinerlei Einschränkungen bei der Kühlung selbst heißblütigster Hardware bestehen - ein Fest für Overclocker.
Selbst das Netzteil verfügt über einen eigenen Frischluftzugang von der Unterseite und trägt somit nicht zur Erwärmung des Innenraums bei. Dabei können auch sehr lange Netzteile in den Midgard eingebaut werden. Zudem wurde ein vibrationsdämpfendes Material an der Innenseite der Netzteilbefestigung verbaut, so dass dessen Schwingungen nicht an das Gehäuse weitergegeben werden.
Sogar ein Staubschutz für das Netzteil wurde integriert, der an der Unterseite bequem von hinten aus seiner Halterung gezogen und damit gereinigt werden kann. Apropos Staubschutz: Die gesamte Front einschließlich jede einzelne 5,25 Zoll Blende besitzt einen solchen, so dass eine Reinigung des Innenraums nur selten notwendig wird.
Damit wurden jedoch noch immer nicht alle Belüftungsmodi beleuchtet - selbst die praktische Aussparung am Mainboardtray, die eine Backplate-Installation des CPU-Kühlers auch im eingebauten Zustand des Mainboards erlaubt - besitzt einen eigene Frischluftzugang. Damit wird auch die Rückseite des Prozessors gekühlt - ein zusätzliches Plus für ein paar Grad weniger - im Overclocking Wettbewerb eventuell der entscheidende Vorteil.
Eine weitere Besonderheit sind drei längliche Clips am Mainboardtray, die eine einfache Befestigung der verlegten Kabel ermöglichen. Dies sorgt für Ordnung und damit einen besseren Airflow. Zugleich ist diese Lösung einfacher zu verlegen, als über Öffnungen im Mainboardtray. Doch auch diese sind bei Bedarf im unteren Bereich vorhanden.
Auch ein Airflow-King muss keine störende Geräuschquelle sein. Deshalb wurden neben den diversen Antivibrationselementen auch dämpfende Standfüße verbaut, die eine Übertragung von Schwingungen vom Boden an das Gehäuse (dröhnender Subwoofer) und zurück vom Gehäuse zum Fußboden (schwingendes Parkett) unterbinden. Zugleich sorgen sie für Abstand zum Boden, so dass der optional unten verbaute Lüfter sowie das Netzteil ungehinderten Frischluftzugang haben.
Eine weitere Möglichkeit, Ruhe und Leistung zu verbinden sind Wasserkühlungen. Zur Anbindung externer Wakü-Komponenten (Radiatoren, Ausgleichbehälter etc.) stehen gleich vier Öffnungen an der Rückseite zur Verfügung und damit doppelt so viel, wie die meisten Gehäuse bieten. Die Öffnungen sind vorgestanzt und können bei Bedarf einfach herausgebrochen werden. |